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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2011
Auf Leben und Tod
Streit um die Organspende
Der Inhalt:

Bis zum Tod?

von Hartmut Meesmann vom 27.08.2011
Es mehren sich die katholischen Stimmen, die eine Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten fordern
Dürfen wiederverheiratete geschiedene Katholiken zu den Sakramenten zugelassen werden?: Die Kirche sagt Nein, einzelne  Theologen sind jedoch dafür, es bewegt sich was  (Foto: Posthouwer/Fotolia)
Dürfen wiederverheiratete geschiedene Katholiken zu den Sakramenten zugelassen werden?: Die Kirche sagt Nein, einzelne Theologen sind jedoch dafür, es bewegt sich was (Foto: Posthouwer/Fotolia)

Katholische Christinnen und Christen, deren sakramental geschlossene Ehe gescheitert ist und die ein zweites Mal geheiratet haben, werden offiziell nicht mehr zu den Sakramenten zugelassen. Begründet wird dies damit, dass nach Gottes Schöpfungsordnung die »unauflösliche Treue« zum Wesen der Ehe gehöre. Diese Sicht habe auch Jesus von Nazareth unterstrichen. Eine Ehescheidung stehe somit im »objektiven Widerspruch zur Ordnung Gottes«.

Laut Katechismus »können und sollen wiederverheiratete Geschiedene das Wort Gottes hören, an der Feier der Eucharistie teilnehmen, regelmäßig beten, an den Werken der Nächstenliebe und Initiativen zur Förderung der Gerechtigkeit mitwirken«. Für viele Betroffene, die sich ernsthaft um den Erhalt ihrer ersten Ehe bemüht haben, ist der Ausschluss von den Sakramenten hingegen ein Zeichen der Unbarmherzigkeit.

In der katholischen Theologie bewegt sich etwas

Und der Ungerechtigkeit. Denn es gibt in der katholischen Kirche in der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen nicht nur die römische Position. So haben die mit Rom verbundenen Ostkirchen den Weg der Barmherzigkeit übernommen, der in den orthodoxen Kirchen praktiziert wird. Dort ist nach einer gewissen Zeit der Buße eine kirchliche Zweit- und sogar Drittehe möglich.

Deshalb hat der Wiener Kirchenrechtler Brun

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