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Zu viel Selbstgewissheit macht blind

von Hartmut Meesmann vom 22.09.2000
Vatikanische Erklärung wider den theologischen Pluralismus: Wie dem Ausbruch von Kardinal Ratzinger entgegenzutreten ist
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Mit brutalstmöglicher Deutlichkeit hat die vatikanische Glaubenskongregation ökumenische Träumer auf den Boden der harten katholischen Tatsachen heruntergeholt - so wie sie jedenfalls von den römischen Glaubenswächtern gesehen werden. In ihrer Erklärung »Dominus Iesus - Über die Einzigkeit und Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche« werden zwei grundlegende katholische Positionen eingeschärft: »In Jesus Christus ist das Heilsmysterium Gottes ganz und vollständig offenbart.« Und: »Die Kirche Christi besteht nur in der katholischen Kirche voll weiter.«

Damit hat Joseph Kardinal Ratzinger, der »ideologische Vordenker« der Glaubenskongregation, in bekannt doktrinärer Schärfe und ohne jede diplomatische Zurückhaltung klargestellt: Für ökumenische Einheitsschwärmerei und interreligiöse Begeisterung gibt es keinen Grund. Da mag

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