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Die seltsame Bekehrung des Nuntius in Mexiko

von Thomas Seiterich vom 07.04.2000
Römisches Chaos: Bischof Ruiz aufs Altenteil abgeschoben, Koadjutor Vera in die Wüste geschickt, Papstdiplomat Mullor wegbefördert
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Der Heilige Geist weht, wo, wann und wie er will. Er spielt auf allen Klavieren dieser Welt. Er bedient sich jeder Tonart. Zuweilen überfällt der Heilige Geist sogar einen hohen Kirchendiplomaten. Kann es der Kirchenspitzenapparat ertragen, wenn ein Kurienerzbischof sich zur Kirche der Indios und der Armen bekehrt?

Soeben geschah das in Mexiko. Die Fakten: Am 26. Januar, auf den Tag genau 40 Jahre nach seiner Bischofsweihe in San Cristobal de Las Casas, musste Bischof Don Samuel Ruiz sich aufs Altenteil zurückziehen. Weltberühmt ist dieser in seinen Anfängen einst konservative katholische Bischof seit den achtziger Jahren. Denn Ruiz bot den Flüchtlingen, die dem Krieg und der Christenverfolgung in Guatemala entkamen, Asyl. Darüber entwickelte sich Ruiz zum »Bischof der Indios«. Der Papst schickte 1995 Ruiz einen Koadjutor als