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Tagebuch aus Kiew
»Wir fühlen uns nun alle als Ukrainer«

vom 06.09.2022
Natalia P. lebt mit ihrer Tochter und ihrem Mann in Kiew. In loser Folge berichtet sie im Gespräch mit Ludwig Greven über den Alltag im Krieg.
Umkämpftes Atomkraftwerk Saporischja: »Ich versuche, darüber nicht allzu viel nachzudenken« (Foto: pa/Reuters/Alexander Ermochenko)
Umkämpftes Atomkraftwerk Saporischja: »Ich versuche, darüber nicht allzu viel nachzudenken« (Foto: pa/Reuters/Alexander Ermochenko)
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Ich bin unserer ukrainischen Armee unendlich dankbar. Denn ich habe wieder mein normales Leben, wenn auch unter schwierigen Bedingungen. Ich kann zur Arbeit zu gehen, Geschäfte und Cafés besuchen, in Parks gehen und meine Eltern besuchen. All das war zu Beginn des Krieges undenkbar, als die russische Armee Kiyv* belagerte und mit Raketen beschoss. Im Sommer konnte ich sogar mit meiner Mutter und meiner Tochter Ferien in den Karpaten machen. Ich war das erste Mal dort. Es war wunderbar, die Natur unseres Landes zu erleben und zu spüren, wie groß es ist. Viele Ukrainer kannten bisher gar nicht die unterschiedlichen Regionen.

In dieser Woche beginnt nach den Ferien wieder der Unterricht in den Schulen. Auch das ein Zeichen, dass wir uns von Putin und seinem Krieg nicht unterkriegen lassen. Die Elte

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