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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2019
Wie christlich ist Ihre Politik?
Fragen an Annegret Kramp-Karrenbauer
Der Inhalt:

Wie christlich ist Ihre Politik?

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über Schicksalsschläge in ihrem Leben und was ihr der Glaube bedeutet. Sie erklärt, wie sie das »C« in CDU versteht, wie Barmherzigkeit und Rechtsstaatlichkeit für sie zusammenpassen und was gegen den Klimawandel zu tun ist
»Das Bewusstsein, dass es Größeres gibt, als wir es sind, relativiert die eigene Bedeutung. Das ist ein befreiender Gedanke. Er befreit auch von den eigenen Dämonen« Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: Stephan Pramme)
»Das Bewusstsein, dass es Größeres gibt, als wir es sind, relativiert die eigene Bedeutung. Das ist ein befreiender Gedanke. Er befreit auch von den eigenen Dämonen« Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: Stephan Pramme)

Publik-Forum: Frau Kramp-Karrenbauer, man nennt Sie häufig AKK. Oft werden Sie mit zwei weiteren Ks in Verbindung gebracht: konservativ und katholisch.

Annegret Kramp-Karrenbauer: Dass ich katholisch und Mitglied bin, unter anderem im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, ist ja bekannt. »Konservativ« finde ich schwieriger, weil es keine klare Definition gibt, was das ist. Viele haben mit mir ein Problem, dass ich nicht in eine einzige Schublade zu stecken bin. Konservativ würde ich für mich jedenfalls nicht zu hundert Prozent gelten lassen.

Was heißt für Sie katholisch sein?

Kramp-Karrenbauer: Ich bin damit geboren, getauft und aufgewachsen. Es steht für meinen Glauben und prägt mein Leben. Es ist ei