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Umdenken, Ihr Euro-Retter!

von Bernhard Emunds 13.07.2015
Zunächst haben sich die Griechen und ihre Gläubiger geeinigt. Doch wenn sich nichts Grundlegendes ändert, ist der Euro nicht zu retten. Die Währungsunion muss jetzt vom Kopf auf die Füße gestellt werden. »Umdenken, Ihr Euro-Retter!« fordert der Volkswirt und Theologe Bernhard Emunds
Rentner schwenken eine griechische und eine europäische Fahne mit Eurosymbol vor dem Parlament in Athen: Der Aufruf zur Einheit vor dem Euro-Gipfel vom 11./12. Juli hat auf den ersten Blick genützt. Auf den zweiten wird offenbar, dass sich die Europäer weiter am Buhmann Griechenland abarbeiten. »Das ist keine Lösung«, sagt der Sozialethiker Bernhard Emunds (rechts)  (Fotos: pa/Geiss; Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen)
Rentner schwenken eine griechische und eine europäische Fahne mit Eurosymbol vor dem Parlament in Athen: Der Aufruf zur Einheit vor dem Euro-Gipfel vom 11./12. Juli hat auf den ersten Blick genützt. Auf den zweiten wird offenbar, dass sich die Europäer weiter am Buhmann Griechenland abarbeiten. »Das ist keine Lösung«, sagt der Sozialethiker Bernhard Emunds (rechts) (Fotos: pa/Geiss; Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen)

Kreditverhältnisse sind Machtverhältnisse. Wer verschuldet ist, arbeitet und wirtschaftet teilweise für seine Gläubiger. Je höher sein Schuldendienst ist, umso mehr muss er ihnen zu Diensten sein. An Schärfe gewinnt diese Asymmetrie, wenn der Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Dann muss er den Gläubigern seine Pläne offen legen, wie er sich das Geld für den Schuldendienst beschaffen will. Die Gläubiger sitzen ihm dann nicht nur im Nacken; sie können ihm auch in seine Entscheidungen hineinreden.

Kreditverhältnisse sind Machtverhältnisse – und wenn sie sich zuspitzen, nehmen sie dem Schuldner die Luft zum Leben. Dann treiben sie ihn in existenzielle Not und extreme Abhä

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