Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Ausdruck entstammt der Darstellung Ihres Browsers. Artikeltexte bekommen Sie schöner, weil komplett gestaltet, ausgedruckt mit einem Digital-Zugang, der noch weitere Vorteile hat. Infos dazu finden Sie unter https://www.publik-forum.de/premium.

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2018
Die geheimnisvolle Kraft der Kreativität
Der Inhalt:

Grenzen schließen?

Grenzen schließen oder nicht? Diese Frage spaltet nicht nur die Gesellschaft. Darüber stritt dieser Tage auch die Regierung, sodass es fast zum Bruch gekommen wäre. Die Zahl der Flüchtlinge hat stark abgenommen und es gibt ein Recht auf Asyl. Ist es da gerechtfertigt, die Grenzen Deutschlands wieder streng zu kontrollieren? Oliver Rabe sagt: »Ja!« Monika Peisker sagt: »Nein!« Und Sie? Ihre Meinung zählt – in unserer Umfrage
Grenzen schließen? Diese Frage spaltet die Gesellschaft; die Regierungskoalition wäre darüber gerade fast zerbrochen. Oliver Rabe (links), Sprecher der CDU-Bewegung »Konservativer Aufbruch« sagt: »Ja!« Monika Peisker, die mehere Kirchenasyle betreut, sagt: »Nein!« (Fotos: privat)
Grenzen schließen? Diese Frage spaltet die Gesellschaft; die Regierungskoalition wäre darüber gerade fast zerbrochen. Oliver Rabe (links), Sprecher der CDU-Bewegung »Konservativer Aufbruch« sagt: »Ja!« Monika Peisker, die mehere Kirchenasyle betreut, sagt: »Nein!« (Fotos: privat)

Oliver Rabe: »Ja! Es geht darum, Sicherheit zu garantieren«

»Wir als Konservativer Aufbruch sind der festen Überzeugung, dass eine flächendeckende und lückenlose Grenzkontrolle dringend geboten ist. Hätte die Bundesrepublik bereits im Jahre 2014, spätestens jedoch im Sommer 2015, als die massiv steigende Zahl von Asylbewerbern offensichtlich war, Kontrollen mit Zurückweisungen an den Staatsgrenzen durchgeführt, wäre ein positiver Dominoeffekt die Folge gewesen: Länder wie Italien und Griechenland wären gezwungen gewesen, ihre Außengrenze wieder zu sichern und Abkommen mit Nachbarländern, wie der Türkei, Tunesien, Libyen und anderen Ländern zu schließen, um bestimmten Kontingentflüchtlingen die Einreise in die EU zu ermöglichen, während der weit überwiegende Teil der Migranten, der nicht politisch verfolgt oder durch Kriegswirren vertrieben war, abgewiesen worden wäre. Die unkontrollierte Einreise von Migranten mit nicht geklärten Identitäten, die Terroranschläge von Paris, Brüssel und Berlin und viele Straftaten, darunter eine erschreckend hohe Zahl von Tötungs- und Sexualdelikten hätten wohl verhindert werden können.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 13/2018 vom 06.07.2018, Seite 8
Die geheimnisvolle Kraft der Kreativität
Die geheimnisvolle Kraft der Kreativität

Eine Grenzkontrolle sehe ich nur sekundär wichtig für den Erhalt unserer Werte. Es geht hauptsächlich darum, geltendes Recht wieder einzusetzen und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu garantieren. Asyltourismus muss künftig verhindert werden. Eine europäische Lösung ist nur möglich, wenn das Nicht-Kontrollieren ein Ende hat. Erst dann werden sich die anderen europäischen Staaten hin zu einer gemeinsamen Lösung bewegen lassen. Daher halten wir den Masterplan von Horst Seehofer für verantwortungsbewusst und vernünftig.«

Anzeige

Petition an den Papst: Jetzt unterschreiben!

Keine Ausgrenzung am Tisch des Herrn!

Retten wir gemeinsam die Ökumene!/ mehr

Monika Peisker: »Nein! Damit beschneiden wir unsere Freiheit«

»Ich bin überzeugt: Geschlossene Grenzen lösen keine Probleme, sondern zementieren die Ungerechtigkeit des weltweiten Wohlstandsgefälles. Sie zeigen, dass wir resigniert haben, daran etwas zu verändern. Die Menschen, die zu uns kommen, erinnern uns doch auch daran, dass wir Teil des globalen Problems sind, dass wir die Probleme in den Herkunftsländern mit verursacht haben, etwa durch wirtschaftliche Verflechtungen, durch Waffenlieferungen und politische Einflussnahme. Natürlich löst es die Weltprobleme nicht, allen Asyl zu gewähren. Aber auch geschlossene Grenzen lösen auf längere Sicht keine Probleme. Zwischen drinnen und draußen staut sich ein immer größerer Ungerechtigkeitsdruck auf, der sich irgendwann entladen wird. Wir sehen unseren Lebensstil bedroht und versuchen, uns durch Abschottung vor dieser Bedrohung zu schützen. Das erzeugt neue Ängste. Mauern und Zäune verändern dann auch unseren Blick auf den anderen. Der wird als anonyme Bedrohung von außen wahrgenommen. Wir mauern uns ein in unserer Angst und berauben uns damit der Chance, dem anderen zu begegnen. Nur durch direkte Begnungen mit Menschen lassen sich Vorurteile und Ängste abbauen.

Seit zwei Jahren hören wir immer wieder »America first«. Kommt nun auch noch »Europe first« dazu? Wenn jeder nur noch seine eigenen Interessen im Blick hat, fallen die der anderen nicht mehr ins Gewicht. Das widerspricht unserem christlichen Menschenbild, nach dem jeder als Ebenbild Gottes eine besondere Würde hat. Wenn wir das aufgeben, berauben wir uns unserer Menschlichkeit. Im Übrigen sind wir im Herbst 1989 auf die Straßen gegangen für offene Grenzen, für Freiheit und gegen die Angst. Wollen wir das wieder aufs Spiel setzen?«

Kommentare
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an datenschutz@publik-forum.de.

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Beate Stroka
15.07.201819:28
Herr Rabe schreibt: "Die unkontrollierte Einreise [...] und viele Straftaten, darunter eine erschreckend hohe Zahl von Tötungs- und Sexualdelikten, hätten wohl verhindert werden können." An dieser Stelle wünsche ich mir die konkreten und nicht "erschreckend hohen" Zahlen und insbesondere auch den Vergleich zu den Vorjahreszahlen. Diese Behauptung von "erschreckend hohen Zahlen" suggeriert eine UN-Sicherheitssituation in Deutschland, die nach den Statistiken der Polizei so nicht vorliegt. Die Aussage ist suggestiv und populistisch. Durch eine Vielzahl von Wiederholung solch unkonkreter Behauptungen werden diese nicht wahrer, führen jedoch in der Wahrnehmung der Leser dazu, diese mit der Zeit für wahr zu halten.
Ich wünsche mir, dass vor der Veröffentlichung suggestiver und pauschaler Aussagen der Autor zur Nacharbeit hinsichtlich einer Konkretisierung - in diesem Beispiel der Zahlen - aufgefordert wird.
Georg Lechner
14.07.201815:30
Hier noch der Rest des Kalauers:
Schließlich traf er den Chef der Unterwelt und fragte ihn, was da plötzlich los sei. "Mein Lieber, das ist eben der Unterschied zwischen einem Leben als Tourist und als Asylant."
Georg Lechner
14.07.201815:29
Herr Rabe verwendet den Begriff Asyltourismus, der einen Widerspruch in sich darstellt und längst Gegenstand eines politischen Witzes in Österreich ist:
Als sich der ehemalige Landeshauptbursch mit überhöhter Geschwindigkeit wie Promilleanzahl ins Jenseits beförderte, kam er schnustracks in den Himmel. Dort gefiel es ihm aber gar nicht und ständig beschwerte er sich bei Petrus über das Halleluja-Singen. Schließlich wurde dem die Raunzerei zu viel und er sagte ihm, er könnte ja probeweise in die Hölle. Jörgele war sofort einverstanden und verbrachte dort einen Tag. Das Highlife dort gefiel ihm ausnehmend gut. Wieder im Himmel, begann gleich wieder die Raunzerei. Da sagte ihm Petrus: "Na gut, wenn du unbedingt willst, kannst du wieder in die Hölle gehen. Aber es muss dir klar sein, dass es dann kein Zurück mehr gibt." "Keine Frage - nichts wie ab in die Hölle!" Doch wie anders sah es jetzt aus - dreckige, verlassene Straßen, keine Spur vom Highlife neulich. Rest folgt gleich
Paul Hüsson
14.07.201813:42
Liebe Redaktion von Publik Forum,
das war wohl ein Griff ins Klo. Wie kann man einem Menschen wie Herrn Rabe eine solche Plattform geben. Wenn er Behauptungen in den Raum stellt die nachweislich schon als falsch bewiesen sind. Mir wird übel wenn ich diese Postion lese. Alleine das Wort "Asyltourismus" ist für mich eine Zumutung. Als würden Asylsuchende sich wie Touristen eine Reise buchen und dann mal locker nach Europa reisen. Ich wäre der Redaktion dankbar mich in Zukunft vor derartigen Artikel und Beiträge zu warnen, denn das bin ich nicht gewohnt. Wie gesagt, ein Griff ins Klo, bitte nicht wiederholen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Paul Hüsson
Christof Bretscher
04.07.201818:45
Oliver Rabe erzählt Geschichten von Ereignissen, die so nie stattgefunden haben und keinen Inhalt für analytische Bewertungen zeigen. Der große Flüchtlingsstrom 2015 bis nach Ungarn und Österreich: Herr Rabe hätte also Deutschland dicht gemacht, alle eindrucksvollen und negativen Bilder und Berichte davon in Kauf genommen und Ungarn und Österreich ihrem Schicksal überlassen. Deutschland als großer zentraler Egoblock in der EU. Was hätte Rabe damit wohl losgetreten: keine Kettenreaktion rückwärts-die Menschen waren ja schon da-sondern einen Negativ-Sturm der EU-Partner auf Deutschland. Wir bräuchten uns heute nicht mehr mit Europa als EU beschäftigen. Zu primitives Denken, alle Außengrenzen von D schützen zu können entgegen schlichten EU-Rechts und Schengener Abkommen.
Newsletter bestellen
Melden Sie sich kostenlos für den regelmäßigen Newsletter von Publik-Forum mit aktuellen Neuigkeiten und Zusatzinformationen an.