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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2018
Mensch oder Profit
Woran die Pflege krankt. Und wie es besser geht
Der Inhalt:

Droht ein neues Tschernobyl?

Aus Deutschland werden Brennelemente an die belgischen Kernkraftwerke Tihange und Doel geliefert, obwohl die als marode gelten. Sebastian Pflugbeil, Physiker und Präsident der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz, warnt vor den dramatischen Folgen eines Unfalls
Das belgische AtomkraftwerkTihange: Dort und im Kraftwerk Doel wurden Tausende Risse im inneren Stahlbehälter festgestellt. Physiker Sebastian Pflugbeil fordert, beide Kraftwerke sofort und für immer abzuschalten  (Fotos: pa/Galuschka; Xanthe Hall/ippnw)
Das belgische AtomkraftwerkTihange: Dort und im Kraftwerk Doel wurden Tausende Risse im inneren Stahlbehälter festgestellt. Physiker Sebastian Pflugbeil fordert, beide Kraftwerke sofort und für immer abzuschalten (Fotos: pa/Galuschka; Xanthe Hall/ippnw)

Publik-Forum: Herr Pflugbeil, letzte Woche hat es eine Bundestagsanhörung zur Stilllegung der Uranfabriken in Gronau in NRW und in Lingen in Niedersachsen gegeben. Welche Gefahr geht von ihnen aus?

Sebastian Pflugbeil: Bei der Urananreicherung fällt ein sehr giftiger Abfallstoff an. Das ist das gasförmige Uranhexafluorid. Es liegt in Tanks auf dem Gelände der Fabriken. Ein sehr riskantes Verfahren. Denn wenn so ein Behälter undicht wird, verbindet sich das Gas mit der Luftfeuchtigkeit und wird zu Flusssäure. Das ist einer der chemisch aggressivsten Stoffe. Das geht durch Glas, einatmen sollte man das