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»Der Terror ist so unfassbar nah«

Deutschland trauert. An der Berliner Gedächtniskirche legen die Menschen Blumen nieder. Mindestens zwölf Opfer forderte der Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt. Wie gehen die Berliner mit dem Terroranschlag um, und welche Folgen hat das schreckliche Ereignis für ganz Deutschland?
Blumen liegen in der Nähe der Gedächtniskirche in Berlin, wo am Montag bei dem Anschlag auf dem Weihnachsmarkt mindestens zwölf Menschen starben, »Der Terror darf nicht siegen« hat jemand auf ein Blatt Papier geschrieben (Foto: pa/Kappeler)
Blumen liegen in der Nähe der Gedächtniskirche in Berlin, wo am Montag bei dem Anschlag auf dem Weihnachsmarkt mindestens zwölf Menschen starben, »Der Terror darf nicht siegen« hat jemand auf ein Blatt Papier geschrieben (Foto: pa/Kappeler)

Es ist eiskalt in Berlin. Die Hochhäuser um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sind in Nebel gehüllt. Vor allem aber ist es ungewöhnlich still. Dabei sind an diesem Ort mitten in Berlin am Tag nach dem Terroranschlag unzählige Menschen unterwegs. Am roten Absperrband der Polizei legen sie Blumen nieder, Kerzen stehen da. »Zwei Stunden vor dem Anschlag waren wir noch auf dem Weihnachtsmarkt«, sagt eine junge Frau. »So unfassbar nah ist das.« Sie hat eine dicke Wollmütze über das schwarze Haar gezogen. Tränen laufen ihr über das Gesicht. Ein junger Bauarbeiter stellt vorsichtig einen Topf mit einem roten Weihnachtsstern ab. Menschen verschiedener Nationalitäten stehen dicht beieinander. Vor allem schweigen sie, einige weinen. Da fällt der Mann auf, der mit seiner Deutschlandfahne einsam steht und in die Stille brüllt. »Jetzt ist der Terror angekommen.« Die Menschen i