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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2017
Wie viel Religion verträgt die Kunst?
Eine Spurensuche auf der documenta
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Wie viel Religion verträgt die Kunst?

von Anne Strotmann vom 20.07.2017
Die »documenta 14« zeigt: Ganz verschwunden ist die Religion aus der Kunst nicht. Aber sie wird immer mehr zum unverständlichen Relikt. Die Kirchen dagegen zeigen eigene Begleitausstellungen. Brauchen Kirche und Kunst einander oder benutzen sie sich nur? Die Titelgeschichte in der neuen Ausgabe von Publik-Forum
Blick auf das beleuchtete documenta-Kunstwerk »The Parthenon of Books« der argentinischen Künstlerin Marta Minujin, die Wände sind mit Tausenden von Büchern versehen, die irgendwo auf der Welt verboten waren oder sind (Foto: pa/Zucchi)
Blick auf das beleuchtete documenta-Kunstwerk »The Parthenon of Books« der argentinischen Künstlerin Marta Minujin, die Wände sind mit Tausenden von Büchern versehen, die irgendwo auf der Welt verboten waren oder sind (Foto: pa/Zucchi)
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Der Obelisk ragt in den Kasseler Himmel, 16 Meter hoch. Mitten auf dem trubeligen Königsplatz, wo Straßenbahnen halten, Straßenkünstler performen, Menschen vor Cafés sitzen. In vier Sprachen die goldene Inschrift: »Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt.« Eine Gruppe junger Männer liest die Inschrift auf Arabisch. Was sie vermutlich nicht wissen: Diesen Satz sagt Jesus im Matthäusevangelium. Noch vor dreißig Jahren hätte das fast jeder Passant gewusst. Säkularisierung, religiöser und kultureller Pluralismus machen es nicht mehr selbstverständlich. Der Künstler Olu Oguibe, Sohn eines christlichen Predigers und aus Nigeria geflohen, hat ihn als Provokation für evangelikale Christen in den USA gedacht, die Grenzen schließen wollen. Er selber sei gar nicht religiös, sagt Oguibe.

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