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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2018
Der Mord und der Westen
Der Fall Saudi-Arabien: Handel, Macht und Menschenrechte
Der Inhalt:

Wie die wilden Kerle leiden

»Ein Mann kennt keinen Schmerz«: Dieser Mythos macht krank – manchmal ist er sogar lebensgefährlich. So scheuen immer noch viele Männer den Gang zum Therapeuten. Doch zum Glück geht es auch anders
Depression: Die seelische Krankheit wird bei Männern häufig zu spät erkannt. (Foto. derprojektor/photocase.de)
Depression: Die seelische Krankheit wird bei Männern häufig zu spät erkannt. (Foto. derprojektor/photocase.de)

Es ist der Nachmittag des 19. November 2011. Babak Rafati liegt in der Badewanne seines Kölner Hotelzimmers, die Pulsadern aufgeschnitten, den Kopf blutig geschlagen, bereits bewusstlos. Eigentlich sollte er als Fußballschiedsrichter ein Spiel der Ersten Bundesliga pfeifen. Doch dazu kommt es nicht. Eine schwere Depression hatte den damals 41-Jährigen in den Suizidversuch getrieben. Stress, vielfältiger Druck, falscher Ehrgeiz, der Wunsch, immer perfekt zu funktionieren, Mobbing, die Angst zu versagen – und die Unfähigkeit, Hilfe anzunehmen: All das brachte den Mann an den Rand des Todes. Zum Glück retten die beiden Schiedsrichter-Assistenten ihren Chef. Babak Rafati wird ins Leben zurückgeholt. Begeistert ist er darüber am Anfang nicht. Auch gegen die folgende Psychotherapie wehrt sich der gebürtige Iraner zunächst. »Ich bin nicht krank, der Suizidversuch war ein A