Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2020
Beziehungskrise
Wie Masken, Abstand und digitale Kommunikation die Gesellschaft verändern
Der Inhalt:

Feuer und Flamme

von Anne Strotmann vom 01.09.2020
Patrick Roth hat ein neues Buch geschrieben. Darin bleibt er dem Göttlichen auf der Spur: lebendig und gefährlich wie Feuer
Einer, der auszog, um bei sich selbst anzukommen: Schriftsteller Patrick Roth (Foto: Isolde Ohlbaum/laif)
Einer, der auszog, um bei sich selbst anzukommen: Schriftsteller Patrick Roth (Foto: Isolde Ohlbaum/laif)

Es beginnt mit einer Reise: Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, wartet auf ein Zeichen von seiner verstorbenen Freundin und Therapeutin Dianne – auf ein »untrügliches« Zeichen ihrer Existenz. Mit einem Manuskript, das er ihr widmen wollte, macht er sich auf nach Los Angeles, um auf ihrer Gedenkfeier in Hollywood zu sprechen. Dort toben »wild fires«, Waldbrände, und bringen Unruhe. Das Motiv von Feuer und Flamme zieht sich durch das Buch, Gefahr und Rettung zugleich.

Vier Erzählkomplexe, das »Gottesquartett«, bringt der Schriftsteller nach Los Angeles. Er und seine Freunde lesen es – zu viert – und sprechen darüber, vier Tage lang. Vier – das steht symbolisch für das Ganze, wie die vier Evangelisten. Nach Vollendung des Buchs hat Patrick Roth in einem Interview mit der Zeitschrift RU heute gesagt, er sei nun »erschöpft, weil ich mein Ganzes gegeben habe. Meine Wahrheit also.«

Patrick Roth wurde 1953 in Freiburg geboren, wuchs in Karlsruhe auf, lebte vierzig Jahre im US-amerikanischen »Exil« und nun seit einigen Jahren wieder in Deutschland. Er gilt schon lange als einer der theologisch interessantesten zeitgenössischen Schriftsteller: Bekannt geworden ist er in den 1990er Jahren mit seiner Christus-Trilogie, 2012 widmete er sich mit dem überwältigenden Roman »Sunrise« Joseph, dem Vater Jesu. Die Bibel, der jüdische Midrasch, griechische Mythen sind ihm Quellen für innere Bilder, genauso wie Werke von Hölderlin oder Hebbel sowie etliche Filme. Im »Gottesquartett« begegnet man biblischen Figuren wie Abraham, Paulus, Simson und Samuel, aber auch der Schauspielerin Michelle Pfeiffer und Marcello aus Fellinis Film »La Dolce Vit

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Kommentare
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.