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Die Welt ist nicht genug

Der globale Kapitalismus hat viele Krisen überstanden. Doch nun stößt er an seine letzte Grenze: die Endlichkeit der Erde
von Wolfgang Kessler vom 15.05.2012
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Wer von Alternativen zum Kapitalismus träumt, muss Sisyphos lieben. Auch jetzt, gut drei Jahre nach der gewaltigen Finanz- und Wirtschaftskrise. Dabei schienen die Chancen für Alternativen zum Kapitalismus in den vergangenen Jahren so günstig wie nie. Das Finanzsystem drohte sich selbst zu zerstören. Existenzangst ging um. Und mit ihr wuchs die Kritik am System. Alternativen waren gefragt wie selten zuvor – ein neues Sozialsystem, neue Eigentumsformen, eine Wirtschaft ohne Wachstum, ein Geldsystem ohne Zins, eine Gemeinwohl-Ökonomie. All dies wurde breit diskutiert. Doch inzwischen hat sich der Wind gedreht: Die Menschen kaufen wieder, die Unternehmen machen Gewinne, die Banken spekulieren wieder, die Steuereinnahmen sprudeln. Die Alternativen zum Kapitalismus rollen wieder den Berg herunter wie einst der Fels des Sisyphos in der griechischen Mythologie. Krise war gestern, heute ist wieder Kapitalismus.

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Schlagwörter: Gerechtigkeit Kapitalismus
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