Erzählen Sie uns Ihre GeschichteDas große »Erzählprojekt« von Publik-ForumUnser Erzählprojekt ist mittlerweile abgeschlossen. Hier finden Sie alle Geschichten, die im Rahmen dieses Projektes in Publik-Forum veröffentlicht wurden. Außerdem sind zwei Bücher mit Geschichten aus dem Erzählprojekt erschienen, die Sie über unseren Shop bestellen können: | ||
| Ihre Geschichten | ||
Indianer am BaggerseeMeine Enkelkinder Kerstin und Henning gehen gerne mit mir zum Baggersee, weil man dort so herrlich träumen kann. Auch heute führte unser Weg dorthin. Der See lag ruhig da, er glänzte wie Silber, kein ... [mehr...] |
Die gute ErnteSeit vierzehn Jahren leben wir jetzt hier, in dieser Stadt, in dieser Hausgemeinschaft mit diesem schönen alten Garten. Und ich würde mich am ehesten mit einem bunten Fischchen vergleichen, das zu ... [mehr...] | |
Lieber LeoLieber Leo, die beiden Mädchen, die vor der Tür standen, hielten einen Karton. Darin lag ein kleines Kätzchen; mit flauschigem roten Fell und bernsteinfarbenen Augen. »Er ist sieben Wochen alt«, ... [mehr...] |
Schwester KonradIn der Zeit, als ich noch den Pfarrbrief unserer Kirchengemeinde gestaltete, war jeden Monat ein Artikel über den »Heiligen des Monats« fällig. Ich blätterte also wieder einmal im Buch der Heiligen ... [mehr...] | |
Happy EndSilvester treffen wir uns um Mitternacht auf der Dachterrasse. Um uns herum Trubel: Freunde, Nachbarn, Kinder und das Feuerwerk. Mittendrin ein Moment der Stille, ein intensiver Blickwechsel. »So ... [mehr...] |
Herr Professor MorgensternBerlin, seit drei Jahren Krieg – fast jeden Tag »Fliegeralarm«, – viele Nächte schliefen wir im Keller in roh gezimmerten Doppelstockbetten oder auf Liegestühlen. Neun Kinder gab es im Haus, acht ... [mehr...] | |
Das Lächeln des TagesSo ein mieser, schauerlicher Regentag! Den ganzen Tag trübes Licht, trübe Stimmung. Nichts klappte richtig, die Leute, die ich am Telefon erreichen wollte, waren entweder nicht da oder wussten nicht ... [mehr...] |
Ohne WorteIm Sommer 1952 war ich Betriebsleiter des Postamtes in einem Kur- und Badeort, als ein starkes Unwetter mit Gewitter fast die gesamte Oberleitung des Fernsprechnetzes außer Betrieb gesetzt hatte. ... [mehr...] | |
KatzenmenschenEs war am Ende der Spätschicht: Beim Betten eines bewegungsunfähigen Patienten spürte ich einen jähen, scharfen Schmerz in der Halswirbelsäule. Sofort – und noch vor der offiziellen Diagnose ... [mehr...] |
Der arme Mann und das MeerGerade vier Wochen ist es her, dass ich mit einer Freundin nach Sri Lanka flog, um Hilfe zu leisten, mit Spendengeldern aus dem Freundeskreis Häuser für die »Fishermen« und ihre Familien wieder ... [mehr...] | |
Treppen zum LebenIch stieg die Treppen hinauf, ohne wirkliches Gefühl, hier Hilfe zu erfahren. Ich ging sie trotzdem weiter. Ich dachte: »Na ja, mach das halt mal.« Viele Besuche bei unterschiedlichen Ärzten waren ... [mehr...] |
Tränen im FlussHeulende Schiffssirenen unterschiedlicher Tonlagen je nach Größe und Bauart der pausenlos pfeilschnell flussauf und flussab jagenden, kraftvoll stampfenden oder gemächlich dahinziehenden Boote, ... [mehr...] | |
Ein TraumManche sagen: »Träume sind Schäume«, andere: »Träume sind Gottes vergessene Sprache an uns«. Nach dem Tode meines Sohnes – er starb mit 44 Jahren an einem Hirntumor – hatte ich einen Traum, den ich ... [mehr...] |
Mein MilchkaffeeDas Schönste, um den Tag zu beginnen, ist für mich, morgens früh eine große Tasse ganz heißen Milchkaffee zu trinken. Während ich die Schulbrote für meinen Sohn mit Butter bestreiche,Wurst und Käse ... [mehr...] | |
SterntalerDas Märchen von den Sterntalern ist bekannt. Es geht um ein Kind, das sich auf den Weg macht und nach und nach hergibt, was es besitzt. Weil anderen kalt ist. Das Märchen endet glücklich: Das Kind ... [mehr...] |
MichaEs war der erste Weihnachtstag. Früh morgens, kurz nach 6 Uhr, wollte ich meine Reise antreten. Ausnahmsweise war ich recht früh am Bahnhof. Der Bahnsteig war fast menschenleer. Es war kalt. Auf einer ... [mehr...] | |
Mein kleiner weißer TraumEigentlich wollte ich nie wieder einen Hund haben. Den Tod meines Dackels »Berry« habe ich bis heute nicht überwunden. Er verschwand einfach so aus meinem Leben von einem Tag auf den anderen. Er ist ... [mehr...] |
So wird es euch auch ergehenErste Erinnerung Es war am 9. November 1938. Ich war neun Jahre alt, und wir wohnten in Köln in einem schönen großen Einfamilienhaus der Jahrhundertwende. Meine Eltern waren an dem Abend ins ... [mehr...] | |
Abends am Bett meiner TochterEs ist dunkel. Vom Treppenflur dringt das Licht in das Schlafzimmer. Ich sitze auf der Bettkante, meine Tochter versucht einzuschlafen. Sie hält mich an meiner linken Hand fest, damit ich noch nicht ... [mehr...] |
Augen-BlickeEr sprach Bände – dieser Blick. Durchdringend. Ich hielt ihm stand. Das war alles, was ich für ihn noch tun konnte. Ihm standhalten, seine Blicke erwidern, nicht feige sein, kein Entkommen. Alles lag ... [mehr...] | |
Der Taxifahrer von TeheranIch bin Studentin der Iranistik. Als solche verbrachte ich im letzten Wintersemester sechs Monate in Teheran, um mit der anderen Kultur und der gesprochenen Sprache vertraut zu werden. Die ... [mehr...] |
Die goldene GeigeDie Geige bekam ich zum Geburtstag. Nach den kleinen Leihgeigen, auf denen ich bis dahin spielte, war es endlich eine richtige große und endlich meine eigene. Ihr helles Ahornholz schimmerte und ... [mehr...] | |
Am AbgrundIch kam an die Schlucht, die mich von Gott trennte. Erst war ich verzweifelt. Dann baute ich Brücken, die nicht trugen. Dann baute ich Brücken, die vielleicht gehalten hätten. Aber Gott riss sie ein ... [mehr...] |
Auch ein Esel kann ein Engel seinDezember 1943 in Mittelitalien: Nach langer Vorbereitung durch pausenlose Fliegerangriffe und Artilleriebeschuss während des ganzen 5. Dezember griffen Engländer und Amerikaner gemeinsam mit mehreren ... [mehr...] | |
Die SchlangeSchon vor über zwei Wochen hatten die Ferien in Hamburg begonnen. Deswegen dachte ich, die Leute werden ihre Fahrkarten schon längst besorgt haben. Aber das war ein Irrtum. Ich machte mich auf zum ... [mehr...] |
Für 4,80 Mark nach London?An einem Sommertag vor ein paar Jahren bummelte ich gut gelaunt über den Hamburger Jungfernstieg, als mich ein offensichtlich Obdachloser, er wirkte nicht verwahrlost, auf Englisch ansprach: ... [mehr...] | |
Unter diesem HimmelblauVor dem kleinen Fischerdorf Percé, im Golf des Sankt-Lorenz-Stromes vor der Halbinsel der Gaspésie, liegt die Vogelinsel Bonaventure. Von Percé aus bringen kleine Motorboote den Touristen auf die ... [mehr...] |
Das Nein meiner MutterIch war 18 Jahre jung und lebte als Schüler in einem Jungeninternat mit angeschlossenem Gymnasium. Die 68er Studentenunruhen schwappten auch in unsere beschauliche Kleinstadt und unser ... [mehr...] | |
Den Traum lebenAn jenem sonnigen und warmen Montagmorgen trieb mich die bloße Neugier zur Market Street, der Hauptstraße San Franciscos. In meiner Unterkunft hatte ich zufällig die schnell anwachsende Menschenmenge ... [mehr...] |
Die DauerbrauseArztbesuche gehören nicht zu den Ereignissen, über die ich mich freiwillig äußere. Erst recht wecken Ratschläge von Gesundheitspropheten und solchen, die es sein wollen, in mir Selbstschutz-Gefühle. ... [mehr...] | |
Die BettlerinVergangenen Februar flog ich dienstlich für eine Woche nach Indien. Ich freute mich über diese Gelegenheit und war sehr neugierig auf das mir unbekannte Land. Angekommen, empfand ich es aber sofort ... [mehr...] |
Meine BirkeSie stand vor meinem Küchenfenster, eine wunderschöne, schlanke und hoch gewachsene Birke, etwa 40 Jahre alt. Ich war damals depressiv, vor kurzem war mein Mann gestorben, und ich saß nun allein am ... [mehr...] | |
Madame TrudillaAls ich vor einigen Tagen abends mein Bett herrichtete, entdeckte ich eine Spinne am Fenster. Sie hatte in der oberen Ecke des Sprossenfensters ihr Netz angebracht. Es war eine hübsche große, ... [mehr...] |
BlutsverwandtschaftMit Jean, einem französischen Assistant Teacher, fuhr ich im Oktober dieses Jahres nach Liverpool. Auf unserer Suche nach den Spuren der Beatles fanden wir stattdessen zwei Blutspuren. Die ... [mehr...] | |
Wir sind eine »verwaiste Familie« ...Mein Mann und ich haben vier Söhne verloren, unser Sohn vier Brüder, unseren Müttern fehlen vier Enkel und unseren Geschwistern vier Neffen ... Wir werden von diesen Kindern nie ... [mehr...] |
Weil Kinder sterbenDie Glocken standen nicht still. Sie läuteten schon über eine halbe Stunde. Alle im Ort fragten sich, was nur los sei. Einige, dann ein paar mehr, dann fast alle gingen zur Kirche, um nachzusehen, was ... [mehr...] | |
Die Angst ist gebliebenUnser Weg war weit, jeden Morgen in die Schule: drei Kilometer steil bergab zum Bahnhof, 35 Minuten Zugfahrt bis zur Kreisstadt und dann noch straffe 15 Minuten bis zur Oberschule. Ich war 14 Jahre ... [mehr...] |
Das neu geschenkte LebenNach turbulenten Berufsjahren in einer laut pulsierenden Großstadt zog ich mich in den ruhigen ländlichen Raum zurück. Seit sieben Jahren lebe ich nun allein als Ruheständler in einer kleinen ... [mehr...] | |
Der GullyLange ist’s her, sehr lange! Ich bin fast zehn Jahre alt und auf dem Weg zum Zahnarzt. Sechs Haltestellen mit der Straßenbahn muss ich fahren, kein Problem. Die 50 Pfennig Fahrgeld fest in der rechten ... [mehr...] |
Ich bin so traurigMeine Familie lebte im Ostsudetenland in einer kleinen Stadt. Es war im Januar 1945. Im November des vergangenen Jahres hatte ich geheiratet. Mein Mann war irgendwo bei den Soldaten. Die Front war so ... [mehr...] | |
Glück am YukonNun war es endlich so weit. Pensionierung! Jahrzehnte in einem kräftezehrenden Beruf lagen hinter mir. In den letzten Jahren hatte ich es mir abgewöhnt, nachzuzählen, ob meine wöchentliche Arbeitszeit ... [mehr...] |
Anvertraute KinderUnsere ersten beiden Kinder waren noch jung, gerade drei und anderthalb Jahre. Nach einem langen, arbeitsreichen halben Jahr Eingewöhnung und Einarbeit in den Alltag eines Buschkrankenhauses in Zambia ... [mehr...] | |
Von der alten Jüdin»Wo ist die Milch? Es sind keine Messer da! Wo ist das Brot? Die Eier sind zu hart!« Ganz aufgebracht überschüttete mich die alte Frau mit ihren Fragen und Beschwerden. Wie in aller Welt sollte ich ... [mehr...] |
Engel in KAEs ist jetzt schon ein paar Jahre her, dass ich diese Geschichte erlebt, aufgeschrieben und an eine Karlsruher Tageszeitung geschickt habe, in der Hoffnung, auf diesem Weg meine Schutzengel zu ... [mehr...] | |
D-Zug mit SchlaraffenlandUnser kleines Dorf hatte einen Bahnhof. Ein schmaler, geschotterter Weg führte am Gleis entlang. Auf diesem Weg ging ich als Zehnjährige fast täglich mit großen und kleinen Schritten hin und her. Ich ... [mehr...] |
Mnetek öffnet mir die WeltEin masurisches Dorf von zweihundert Seelen mitten im letzten Krieg. Meine Großmutter, meine Mutter und ich als vierjähriger Junge leben auf einem kleinen bäuerlichen Anwesen. Die Frauen beackern die ... [mehr...] | |
Longlife RosesBeim Abendessen stöhnt Eckhart: »Ich weiß gar nicht, was ich morgen bei der Andacht im Krankenhaus auf den Altar stellen soll.« Lena, die in letzter Zeit meist den Vater bei diesen Andachten ... [mehr...] |
Eine HühnergeschichteErzählen Sie uns Ihre Geschichte. Erzählen Sie uns von einem Hund, einem Baum, einem Huhn, einem Rollschuh oder einem Stern. Eine Geschichte ist immer nur ein Teil der ... [mehr...] | |

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