10 Jahre Sozialwort der KirchenDas Sozialwort vergessen?Vor genau zehn Jahren veröffentlichten die Kirchen das Sozialwort. Doch heute, zehn Jahre danach, scheint dies viele Bischöfe kaum mehr zu interessieren. Wie sonst wäre es möglich, dass verschiedenen Regierungen inzwischen massiv soziale Gerechtigkeit in Deutschland abgebaut haben, ohne dass die Kirchenleitungen dagegen nennenswerten Widerstand geleistet hätten. Erinnert sei nur an Gerhard Schröders Agenda 2010 oder an die Hartz-Reformen, von den missglückten Gesundheitsreformen ganz zu schweigen. So wächst denn die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland. Doch während die Kirchenoberen schweigen, sind viele Christen entsetzt über den Zustand der Republik. Entsprechend reagierten sie mit engagierten Beiträgen auf den Aufruf von Publik-Forum: »Wie schafen wir eine gerechte gesellschaft? Schreiben Sie uns Ihre Ideen und Visionen.« Bis heute erhielt die Redaktionen rund 60 substanzielle Beiträge, die mit kleinen Vorschlägen und großen Visionen eines deutlich machen: Deutschland braucht dringend soziale Veränderungen, soll die Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter wachsen. In Heft 4 wird Publik-Forum einen ausgewählten Teil der Beiträge veröffentlichen, viele andere finden Sie hier: | ||
| Diskussionsbeiträge | ||
Hans Alberts, BremenWo geht es unserem Land ungerecht zu? Man kann die Frage umkehren: Wo nicht? Daher ein andere Frage: Warum scheitern so viele Ansätze der Veränderung? Zwei Hauptgründe: der Faktor ... [mehr...] |
Jessica Baumgartner und Patrick DeufelUngerecht geht es in unserem Land überall dort zu, wo Menschen nicht die gleichen Chancen haben. Das ist zum Beispiel bei Kindern der Fall, die in ein armes Umfeld hineingeboren werden. Im Laufe ... [mehr...] | |
Hannelore Behrendt, LangenselboldIch meine zwar, dass es eine totale Gerechtigkeit nicht geben kann, habe aber trotzdem eine Vision. Das Produktionsmittel Arbeitskraft muss genauso abgegolten werden wie das ... [mehr...] |
Roswitha Bendl, ErdingDie »gefühlte« Gerechtigkeit hat seit der Diskussion um das Sozialwort der Kirchen insgesamt eher ab- als zugenommen. Z. B. Hartz IV statt Arbeitslosengeld für unverschuldet ... [mehr...] | |
Dr. Eckhard Bonnet, ReutlingenIch habe lange gezögert auf Ihren Aufruf »Wie schaffen wir eine gerechte Gesellschaft?« zu reagieren. Genauso wenig, wie die meisten Politiker, Banker und Wirtschaftsbosse ... [mehr...] |
Ingrid Borkenstein, WittenWie schaffen wir eine gerechte Gesellschaft? Vielleicht besser gesagt: Wie schaffen wir eine Konvention (Bruch) mit dem Gewohnten? Zweifellos leben wir in einem der reichsten Länder der Welt. Der ... [mehr...] | |
Friedrich Brachmann, DresdenLiebe Redaktion, danke für die Einladung, sich einzumischen! Zu Ihren Fragen: | ||
Heinz G. Busch, KelkheimDas ist die zentrale Frage unter vielen weiteren. Sie macht fast mutlos angesichts der bestehenden Machtverhältnisse in unserem Land, in dem die Global-Player beinahe alles dominieren und ... [mehr...] |
Dr. Gisela von Canal, UlmUngerecht geht es überall da zu, wo Macht vor Moral und Recht geht. Begegnet werden kann dem durch Bildung – Bildung im Sinne einer Entfaltung der Einzelpersönlichkeit: Denken lernen, ... [mehr...] | |
Adelheid Cramer von Clausbruch, Lähden-HolteDie Utopie einer gerechten Gesellschaft entspricht den sozialistischen Illusionen des letzten Jahrhunderts. Die Verhältnisse ändern sich korrelativ zu den Menschen und nicht umgekehrt. ... [mehr...] |
Uwe Dittmer, PotsdamSehr geehrte Damen und Herren von Publik-Forum! Sie möchte Antworten auf 4 Fragen haben? Hier sind meine: 1. es geht in unserem Land ungerecht zu,
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Prof. Dr. Ulrich Duchrow, HeidelbergIn Deutschland sind trotz aller Rhetorik die Armen nicht mehr Kriterium für das Gemeinwohl. Sie werden durch Hartz IV nicht nur materiell geschädigt, sondern ihrer Würde beraubt. Die ... [mehr...] |
Max Espe, Karlsruhe1.) Die Steuerpolitik ist darauf ausgerichtet, dass der Betrieb die größten Gewinne erzielt, der möglichst viele Mitarbeiter entlässt und die Übrigen mehr arbeiten. Umgekehrt ... [mehr...] | |
Gerhard Etzold-Jordan, Seeheim-Jugenheim1. Wo geht es in unserem Land ungerecht zu? |
Sabine FlaigDie Herausbildung einer »Unterschicht« in unserem Sozialstaates wird von Jahr zu Jahr deutlicher. Dies wird durch die hohe Arbeitslosenquote und den Mangel an Reformen, die ein besseres ... [mehr...] | |
Manuel Förderer, ZivildienstleistenderDie mich störende Ungerechtigkeit liegt darin, dass in Deutschland, was Beruf und Ausbildung anbelangt, viele Menschen auf der Strecke bleiben. Es ist ja nicht so, dass nicht jeder Zugang zu ... [mehr...] |
Dieter Gebauer, KrefeldZu dem Aufruf möchte ich meine Anmerkungen wie folgt machen: Grundübel so mancher Ungerechtigkeit ist das Ungleichgewicht bei der Verteilung der Arbeit. Unser Staat kann nicht etwas ... [mehr...] | |
Eingesandt von Josef GöbelZu 2. Was muss getan werden? 1. Umgestaltung des Arbeitsmarktes durch Teilzeitarbeit, flexible Arbeitszeiten mit Arbeitszeitkonten, Sabbatjahr bei Aufrechterhaltung des Arbeitsplatzes, Arbeit ...
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Theodor Grewe, Stadtplaner, LüdinghausenDer zehnjährige „Dornröschenschlaf“ des Sozialpapiers und die „Nabelschau der Kirchen“ müssen aufgebrochen werden. Dazu meine Anregungen für einen neuen Weg ... [mehr...] | |
Katharina Gürsoy, BerlinEine gerechte Gesellschaft basiert auf den Menschenrechten, zu denen ich auch das Recht auf Arbeit zähle, auf Bildung, Gesundheit, Ernährung, Freizügigkeit ... – Menschenrechte, ... [mehr...] |
Helmut Guth, Mülheim/RuhrIch denke die vier Fragen hängen im Grunde zusammen. Die erste Frage möchte ich beantworten. Konflikte in den Familien und in der Arbeitswelt! Die Löhne und Gehälter sind im Moment ... [mehr...] | |
Wolfram Held, IdsteinWo geht es in unserem Lande ungerecht zu? Will ich »ungerecht«, selbst im landläufigen Sinne, definieren, dann frage ich erst einmal: Bitte, was ist gerecht? Wer ist ein ...
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Diakon Erwin Helmer, Betriebsseelsorger, Weilheim10 Jahre Sozialwort der Kirchen. Das einmalige Ereignis – ein echtes »Herdenwort« der Kirchen. Viele haben es schon vergessen. Aber das »Wirtschafts- und Sozialwort« der ... [mehr...] | |
Samira Hohn, Schülerin, SaarburgDas Ziel, in einer gerechten Gesellschaft zu leben kann nur dann erreicht werden, wenn jeder Einzelne von uns gleichermaßen dazu beiträgt. Als Fundament dafür sollte schon früh ... [mehr...] |
P. Wolfgang Jungheim, LahnsteinWo geht es in unserem Land ungerecht zu? Im Umgang mit den Flüchtlingen geht es in vielerlei Weise ungerecht zu:
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Reinhard Kalker, JockgrimWenn die Schere der Ungerechtigkeit sich auch in unserem Land immer mehr öffnet, so sehe ich eine Hauptursache darin, dass wir den Problemen unserer Zeit nicht solidarisch begegnen. Um der ... [mehr...] |
Dr. Heinz Kapp, SingenZu den schlimmsten Ungerechtigkeiten in unserem Lande gehört der Ausschluss junger Frauen und Männer vom Berufsleben. Das Grundrecht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu ... [mehr...] | |
Johannes Kinmayer, SonnenEine erneute Einübung sozialer Gerechtigkeit wird eher von Sozialkriegen und Arbeitskämpfen ausgehen, denn aus christlicher Verantwortung. Die Hoffnung, die christlichen Kirchen könnten ... [mehr...] |
Matthias Koch, BerlinUnser Land geht einen verhängnisvollen Weg. Das über Jahrzehnte hinweg durch einen auf gesellschaftlichen Konsens, auf Teilhabe und Ausgleich ausgerichtete System der sozialen ... [mehr...] | |
Matthias Kunz und Andreas KuhnerIn unserem Land hat sich die Schere zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren immer mehr vergrößert. Manager erhalten Millionengehälter und verdienen mehr als manch einer im ganzen ... [mehr...] |
Irene Leiprecht, IngersheimWir wissen: Worte vermitteln Bilder, die im Lauf der Zeit das Bewusstsein der Menschen prägen, so auch die beiden Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In unserer gesellschaftlichen ...
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Gisa Luu, Frankfurt am MainMeine Sehnsucht nach einer gerechteren Gesellschaft ist sehr viel größer, als dass sie sich auf »1500 Zeichen« beschränken ließe! Ungerecht geht es in unserem Land ... [mehr...] |
Colin Robert Metzger, CH-GlattbruggUnsere Vision: Entwicklung einer naturwissenschaftlichen Ökonomie ©. Sie würde nach und nach die kapitalistische Ökonomie als ...
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Horst Nattermann, GrünstadtNachfolgend meine Gedanken zum Thema" Wie schaffen wir eine gerechte Gesellschaft?" Es ist mittlerweile eine Binsenweisheit, dass Solidarität und soziale Gerechtigkeit weltweit ...
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Erich Pelz, Köln"Ja ist denn Gott jetzt zwei? Ein Zwitter?" (aus: "Ein tapferes Unternehmen, Seite 59). Solche Fragen empfinde ich als Sargnägel für das Überleben der christlichen ... [mehr...] | |
Hans Werner Preuhsler, BorgstedtWie schaffen wir eine gerechte Gesellschaft? Wo geht es in unserem Lande ungerecht zu? An viel zu vielen Stellen. Das dabei für mich fatalste Signal ist der permanente Vertrauensverlust: ...
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Gudrun Rehmann, DetmoldZu Ihrer Aufforderung, unsere Lesermeinung zu äußern, möchte ich die dritte Frage beantworten: Was ist Ihre Vision einer gerechten Gesellschaft? Mit meinen 68 Jahren brauche ...
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Paul Remsperger, HattersheimUngerecht ist so vieles in unserem Land und so greife ich nur zwei Punkte der Ungerechtigkeit heraus, die mir wichtig erscheinen, um vielleicht geändert zu werden. Wie wird beispielsweise das ... [mehr...] |
Dr. Johannes Resch, WindenWie schaffen wir eine gerechte Gesellschaft? Das Sozialwort der Kirchen („Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“) war für mich schon 1997, eine ...
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Josef Schuck, ZweibrückenEine Hauptwurzel der Ungerechtigkeiten liegt in unserem Geldsystem – nicht nur bei uns. Diese Ungerechtigkeiten treffen besonders die Armen. Die automatische Geldvermehrung – wenn man Geld ... [mehr...] |
Petra Schulz, MünsterAufgrund meiner Lebenserfahrung mit 53 Jahren als Christin und seit langem politisch interessierter Frau(auch aufgrund unserer Verwandtschaftsverhältnisse die zwischen Ost- und Westdeutschland ... [mehr...] | |
Prof. Dr. Franz Segbers, FrankfurtDeutschland ist Gewinner der Globalisierung, aber nicht alle in Deutschland sind es. Die Globalisierung spaltet vielmehr weltweit in Gewinner und Verlierer. Zeiten der Globalisierung sind ...
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Richard Steinhauser, SigmarszellUns muss bewusst sein: Wir leben in der Welt des real und global existierenden Militarismus und Kapitalismus. Der Militarismus ist ein Gewaltsystem und der Kapitalismus ist ein Schmarotzersystem. Die ... [mehr...] | |
Fritz Tiemann, AhlerstedtWas wir bräuchten wäre ein "Gesetz für gerechte Verteilung von Arbeit und Wohlstand". Es müsste Betrieben, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, ermöglichen die ... [mehr...] |
Dr. phil. Gerhard Tüns, BerlinUngerecht ist, dass es in unserem Land Berufsgruppen gibt – im Reinigungsgewerbe, im Friseurhandwerk, bei Versandtätigkeiten –, deren Stundenlohn so gering ist, dass von einer ... [mehr...] | |
Lore Verleger, GüterslohEin großes Problem sehe ich darin, dass viele Personen, von denen man ausgehen könnte, dass sie Träger unserer Gesellschaft sind, sich aus der Solidargemeinschaft ausgeklinkt haben. ... [mehr...] |
Dr. med. W. Walther, KirchzartenSo manche Antwort auf diese Frage findet sich in den Ausgaben des Publik-Forum der letzten Jahre. Da lohnt sich eine Rückschau! Eher spontan hab ich Einiges zusammengestellt, ergänzt aus ... [mehr...] | |
Andrea Weber, NeukirchenDas Sozialwort der Kirchen war zwar ein guter Ansatz, ist aber nur ein Lippenbekenntnis geblieben. Denn gerade auch bei den Kirchen als Arbeitgeber liegt vieles im Argen, und der Umgang mit ... [mehr...] |
Eberhard Wegner, BonnWo geht es in unserem Lande ungerecht zu? Was muss getan werden, um diesen Missstand zu beheben? Da gibt es doch den Kessler-Trick: Die Unternehmer müssen den ... [mehr...] | |
Anton WenzVon Ungerechtigkeit zeugen in unserem Land unserer Meinung nach beispielsweise die große Kluft zwischen Arm und Reich. Immer mehr Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze und sind somit vom ... [mehr...] |
Klaus Winkelmann, HerneIn unserem Land geht es dort ungerecht zu, wo sich die Reich-Arm-Schere unaufhaltsam weitet; wo Gewinn kapitalisiert und Verlust sozialisiert wird; wo der, der Arbeit hat, immer mehr arbeiten muss, ... [mehr...] | |
Prof. Dr. Hans-Georg Wittig, LörrachDass unser Land insgesamt reicher wird, zugleich jedoch viele in ihm – oft unverschuldet – immer ärmer werden und auch die öffentliche Armut zunimmt, ist ein wirtschaftlicher und ... [mehr...] |
Herbert Wocker, HamminkelnZur Frage, wie die Vorstellung einer gerechten Gesellschaft entwickelt werden kann, ist für mich die schon Jahrzehnte geführte Diskussion zu Modellen eines "bedingungslosen ... [mehr...] | |
Franz Josef Zimmermann, Bergisch-GladbachZu 1: Wo geht es ungerecht zu? Mit den jugendlichen geht es ungerecht zu. Viele von ihnen kommen aus der schule nach der Schulentlassung und stehen auf der Strasse. Sie haben keine Lehrstelle ...
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WOLFGANG PAULY