Thomas WystrachGeboren 1972 in Krefeld und aufgewachsen am Niederrhein, bin ich geprägt von vielen Jahren Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit, u. a. als Ministrant, Leiter des Jugendchores meiner Heimatgemeinde Willich-Anrath und Pfarrjugend-Gruppenleiter. 1991 war ich Mitgründer der Aktion ECHO, einer Initiative kritischer KatholikInnen, die aktuelle Streitfragen in Kirche und Gesellschaft aufgegriffen und – im Rahmen der Katholischen Erwachsenenbildung der Region Kempen-Viersen – Veranstaltungen mit kompetenten ReferentInnen angeboten hat. Dabei haben wir einige Male Publik-Forum-Lesertreffen durchgeführt, u. a. mit Peter Hertel, Magdalene Bußmann oder Heinz Missalla – in Kooperation mit der LIP, deren Mitglied ich seit 1992 bin.
Nach dem Zivildienst in der mobilen Kranken- und Altenpflege habe ich in Bonn begonnen, Geschichte, Politik und Theologie zu studieren, dies aber nach dem Grundstudium nicht mehr fortgesetzt. Fast zehn Jahre habe ich im Bonner Büro des Ökumenischen Netzwerks »Initiative Kirche von unten« (IKvu) gearbeitet, zunächst als Honorarkraft für Buchhaltung und Adressverwaltung, dann im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, u. a. verantwortlich für die Website der IKvu oder die inhaltliche Vorbereitung der Gottesdienste mit gemeinsamem Abendmahl beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin.
Im selben Jahr habe ich mich entschlossen, doch noch einen »richtigen Beruf« zu erlernen, und bin nach einem Praktikum in der Presseabteilung des Patmos-Verlagshauses (Düsseldorf) in einer freikirchlichen Verlagsgruppe in Witten (Ruhr) gelandet, um nach einer zweieinhalbjährigen Ausbildung Verlagskaufmann zu sein. Als einziger (und dann auch noch kirchenkritischer) Katholik in einem eher evangelikalen Umfeld zu arbeiten, das ich vorher unter latenten Fundamentalismus-Verdacht gestellt hätte, war eine spannende Erfahrung für mich wie für meine dortigen Kollegen. Manches platte Vorurteil gegenüber »den« Katholiken konnte ich ausräumen und ein differenzierteres Bild von der Vielfalt der »katholischen Szene« zeichnen – im »Papstjahr« 2005 war ich im Verlag ein viel gefragter Experte. Seit Februar 2006 arbeite ich als Referent der Leserinitiative Publik e.V. und freue mich, Sie vielleicht demnächst bei einem Lesertreffen oder bei der Mitgliederversammlung kennen zu lernen.
Im Frühjahr 2009 bin ich aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten und in das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland gewechselt. Den bei Kirchenreformgruppen beliebten Slogan »Auftreten statt austreten!« halte ich für eine banale Durchhalteparole, die inzwischen dankbar auch von den Nutznießern des status quo verbreitet wird. Ausführlich habe ich mich zu diesem Thema auch im Publik-Forum-Blog geäußert.
Kontakt per Mail: lip@publik-forum.de

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