Publik Forum Logo
Der Vorstand der Leserinitiative Publik e. V. stellt sich vor

Stefan Bär

Gemeinhin wird meine Heimatregion Oberschwaben genannt. Aber genau genommen liegt Wangen, wo ich 1968 auf die Welt kam, im württembergischen Teil des Allgäus. Dort wuchs ich mit zwei Schwestern und einem Bruder auf. Nach meinem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Wangen arbeitete ich zwei Jahre als ZDL und Pflegehelfer in der psychiatrischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Nürtingen. Mein Studium der Wirtschaftswissenschaft begann ich an der Ruhr-Universität Bochum und schloss es als Diplomkaufmann an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ab. Ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und Vater von einer Tochter und einem Sohn. Wir wohnen im oberschwäbischen Weingarten.

Beruflich bin ich stets im Sozialmanagement tätig gewesen. Bevor ich die Geschäftsführung der Hospitalstiftung zum Heiligen Geist in Wangen im Allgäu übernahm, bildete ich mich zum Sozial-Manager in Berlin weiter. Ich trage Verantwortung für 80 Beschäftigte, die bei unserer Stiftung oder bei der gemeinnützigen GmbH Hospiz am Engelberg angestellt sind. Mittelfrisitg planen wir, in einem unserer Häuser ein integratives Generationenprojekt zu initieren und zu betreiben.

Meine religiösen Wurzeln sind in der katholischen Kirche. Als Ministrant, Mitglied und Sprecher des Gemeinderats der Katholischen Hochschulgemeinde Bochum sowie als Kirchengemeinderat der Nürtinger Kirchengemeinde habe ich viele positive Erfahrungen mit Kirche gemacht. Ein ökumenisches Highlight während meiner Zeit als Kirchengemeinderat war die Mitgründung eines modernen Weltladens in Nürtingen. Im Jahr 2000 trat ich aus Gewissensgründen ins katholische Bistum der Alt-Katholiken über: ich bin dafür, dass berufene Frauen zu Priesterinnen geweiht werden, ich bin dafür, dass Priester und Priesterinnen frei entscheiden können, ob und wann sie ihre Ehelosigkeit aufgeben wollen. Weiter ist motivierend, dass in der alt-katholischen Kirche das synodale Prinzip gilt.

Mit diesen Werteorientierungen möchte ich meine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Leserinitiative Publik wahrnehmen. Es geht nun darum, zwischen allen Gremien von Publik-Forum ein sehr hohes Maß an Übereinstimmung herzustellen, bevor wegweisende Entscheidungen getroffen werden. Denn die größte Aufgabe der Leserinitiative und von Publik-Forum wird sein, die Generation der heute 40- bis 55-Jährigen für unseren fairen, kritisch-christlichen Journalismus zu begeistern. Als Verein werden wir auch unter diesen neuen Vorzeichen den Meinungsaustausch über Gesellschaft, Kirche, Kultur, Politik und Theologie fördern.

Bei der Mitgliederversammlung der Leserinitiative Publik e.V. am 19. April 2008 wurde Stefan Bär zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.


Dr. Magdalene Bußmann

Ich wurde 1946 als zweites von sieben Kindern einer katholischen Bauernfamilie im Münsterland geboren. Ich studierte Theologie, Geschichte und Soziologie zu Hoch-Zeiten der StudentInnenbewegung, und insbesondere die von J. B. Metz artikulierte »Neue Politische Theologie« prägte meinen eher in Zickzacklinien verlaufenen Weg als Theologin.

Ich arbeitete als Kirchengeschichtlerin an verschiedenen Hochschulen, hatte aber zunehmend Probleme, eine kirchliche Lehrerlaubnis zu bekommen bzw. zu behalten. Offensichtlich war ich den Kirchenoberen auf Grund meines Engagements in kirchenreformerischen Gruppen, wie der Initiative Kirche von unten, dem Bensberger Kreis und der Bewegung Wir sind Kirche, sowie meines Einsatzes für feministische Themen auch in Theologie und Kirche nicht akzeptabel. Ich arbeitete daher in einer Psychiatrie (ohne entsprechende Ausbildung für alle Betroffenen natürlich eine Tortur), in einem Verlag, auf einer ABM-Stelle an der Universität Essen.

Ich bin seit 1996 im Vorstand der Leserinitiative, von 2002 bis 2005 habe ich als Referentin für die LIP gearbeitet. Für mich ist es wichtig, dass Publik-Forum Menschen Perspektiven und Visionen einer menschenfreundlichen Kirche und Theologie, einer gerechten und solidarischen Gesellschaft, einer friedlichen und humanen Welt aufzeigen kann. Die LIP versucht nach Kräften, dieses »Programm« zu unterstützen und zu stärken. Seit 1996 bin ich verheiratet.



Michael Krapp

Jahrgang 1956, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Als freiberuflich tätiger Betriebswirt lebt er in Bensheim an der Bergstraße (40 Minuten südlich von Oberursel, dem Sitz von Publik-Forum). Er ist katholisch und hat seine kirchliche Heimat in der Basisgemeinde Frankfurt. Dem Vorstand der Leserinitiative gehört er seit 1982 an. In den 80er und 90er war er der ehrenamtliche Geschäftsführer der Leserinitiative. Im gleichen Zeitraum war er der Aufsichtsratsvorsitzende der Publik-Forum Verlagsgesellschaft und wirkte am Aufbau der heute bestehenden gesunden wirtschaftlichen Verhältnisse mit, die die Basis der publizistischen Unabhängigkeit von Publik-Forum bilden. Von 1999 bis 2008 war er Vorstandsvorsitzender der Leserinitiative Publik.

Bei Publik-Forum legt er auf das Zusammenwirken der in der Gesellschafterversammlung vertretenen Gruppen Herausgeber, Verlag, Redaktion und Leserinitiative besonderen Wert. Für die Zukunft der Leserinitiative als Trägerverein von Publik-Forum wünscht er sich eine weitere Professionalisierung der Vereinsarbeit. Dies gilt insbesondere für die Weiterentwicklung der Veranstaltungskonzepte rund um die Themenwelt von Publik-Forum sowie die Attraktivität dieser Veranstaltungen für alle Altersgruppen. Bei Menschen jünger als 40 Jahre besteht hier noch Nachholbedarf. Zu den Themen und Diskussionen rund um die Bundestagswahl 2009 und den ökumenischen Kirchentag 2010 in München wird die Leserinitiative Beiträge in Form von Veranstaltungen zu leisten haben.




Klaus Metsch

Leipzig, Jahrgang 1942, verheiratet, drei Kinder, drei Enkel; Theologe, Sozialarbeiter und Ökonom. Seit 1971 katholischer Priester des byzantinischen Ritus, geheim in Brünn geweiht – vor der politischen Wende vielfältige pastorale Aktivitäten in mehreren Ländern Ostmitteleuropas. Seit 1996 offiziell Diözesanpriester der katholischen Diözese (des byzantinischen Ritus) Presov in der Ostslowakei mit ständigem Wohnsitz in Deutschland.

Seit 2004 Erzpriester und Erzbischöflicher Delegat für die in den deutschsprachigen Ländern lebenden slowakischen Katholiken des byzantinischen Ritus. Im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz (und nur dort!) wurde ihm auf »Wunsch« Kardinal Ratzingers die pastorale Tätigkeit bei den katholischen Gläubigen des lateinischen Ritus - trotz bestätigter Ordinationsvollmacht und vorangegangener fast zwanzigjähriger »Untergrundpraxis« in beiden katholischen Riten - nicht gestattet!

Von 1997 bis Mitte 2004 sozialtherapeutische Tätigkeit in einer Leipziger Drogenberatungsstelle – nach »Einsparung« der Stelle, seit Juli 2004, arbeitslos und so genannter »Vorruhestand« - seit März 2007 Altersrentner!

Mitglied des Vorstandes der LIP seit 1994. Auf Grund der Biografie Kontaktmann der LIP in Osteuropa, besonders zu den Gruppen der ehemals »schweigenden« Kirche: Arbeit an einem Projekt, das sich mit der Sicherung des »Nachlasses« dieser (nicht nur) für Osteuropa so wichtigen Erscheinungsform von Kirche beschäftigt; darüber hinaus Hilfe und Beratung für die EMMAUS-Gemeinschaft in Tschechien, die der einstige Geheimbischof Fridolin Zahradnik gegründet und lange Jahre geleitet hat.


Julia Schmenk

Geboren 1974 in Essen, ist in Oberhausen (Rheinland) und der Eifel aufgewachsen. Sie hat Katholische Theologie (Diplom) und Englisch (Sek II/I) in Münster (Westfalen) und England (Canterbury/Hull) studiert. Sie hat als studentische Hilfskraft in der Theologischen Fakultät Münster gearbeitet und sich ehrenamtlich in der Kath. Studierendengemeinde Münster (KSHG) und bei Theomobil e.V., einem Verein unabhängiger Theologen und Theologinnen, engagiert.

Praktika hat sie in Tübingen, Folkestone (GB), Heiligenstadt (Thüringen) und Rochester (NY) absolviert. Anschließend hat sie das Referendariat an einem Gymnasium bei Frankfurt mit den Fächern Katholische Religion und Englisch gemacht. Nach dem Referendariat hat sie zwei Jahre in Kairo/Ägypten gelebt und Englisch und Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Von August 2007 bis Juni 2008 war sie an einem Gymnasium bei Bonn tätig, seit August 2008 arbeitet sie in Koblenz.

 
 
 
 
Werner Zapf
 
Jahrgang 1933, 4 Kinder, evangelisch-freikirchlich, Unternehmer i.R. des gleichnamigen Beton- und Fertigteilbetriebes. Der Leserinitiative Publik bin ich schon seit langem verbunden. Unsere Zeitung Publik-Forum hat mich über Jahrzehnte begleitet, beeinflusst und bereichert.
 
Gesellschaftspolitisch profitierte ich von Publik-Forum durch wiederholte Anstöße zur Friedensthematik und Sozialpflichtigkeit des Eigentums, u.a. für mein Engagement in der Friedensbewegung, der Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste (ASF) oder der Gründung der Bayreuther Hospizstiftung. Ebenso bei der Förderung von Weiterbildung ehrenamtlich Tätiger und langjähriger Integrationsarbeit, insbesondere mit ausländischen Jugendlichen.
 
Theologisch verdanke ich vor allem den Buchrezensionen (z.B. Jörns: »Notwendige Abschiede«) in Publik-Forum und der Reihe »Baustelle Christentum« die Befreiung aus meiner einengenden freikirchlichen Sozialisation. So wurden mir auch die Anliegen und Ziele der Befreiungstheologie und der sogenannten »Dritten Welt« näher gebracht.
 
Auch als Unternehmer gab mir Publik-Forum den Anstoß, meine Ängste zu überwinden und an verschiedenen Selbsterfahrungsgruppen und Weiterbildungen teilzunehmen. Themen waren u. a.: Förderung von Selbstreflexion, offene und wertschätzende Kommunikation, konstruktiver Umgang mit Betroffenen und sie als Beteiligte sehen. »Sich selbst besser kennenlernen – andere besser verstehen lernen – miteinander besser umgehen lernen« könnte als Zusammenfassung stehen. Diese Inhalte und Themen sah ich mehr und mehr auch als Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg an.
 
Seit einigen Jahren besuche ich nun die jährlichen LIP-Mitgliederversammlungen. Dort erfuhr ich von den Bemühungen um mehr Transparenz und Teilhabe aller Vorstandsmitglieder an Entscheidungen. Eine Unterstützung für diese demokratischen Bestrebungen wurde für mich unausweichlich. Meine Motivation habe ich in dem zweiseitigen Papier »Begründung …«, das manche von Ihnen kennen, zusammengefasst. *)
 
Ich bin sehr froh darüber, dass die Mitgliederversammlung in Würzburg »grünes Licht“ für diesen zukunftsweisenden Weg für die Leserinitiative und den Verlag gegeben hat und ich bin bereit, mein Wissen und meine Erfahrungen während der dreijährigen Amtszeit für die Annäherung an die angestrebten Ziele einzusetzen.
 
*) auf Wunsch maile oder sende ich den Text gerne zu:
Werner Zapf, Emil-Warburg-Weg 30, 95447 Bayreuth, wernerzapf(at)t-online.de

 

 


 
Lesetipp:
PUBLIK-FORUM EXTRA
Mir doch egal. Über die Gleichgültigkeit
[mehr...]
Preis: € 6,50
Termine:Mitgliederversammlung der Leserinitiative Publik e. V.
Vorschlag für die Tagesordnung u.a.: Geschäftsbericht 2009; Finanzen, Bericht der Kassenprüfer, Entlastung des Vorstands; Zukunftsthemen des Vorstands; Austausch in Kleingruppen über den Artikel »Die Querdenker« aus Publik-Forum 14/2010, S. 12 ff. [mehr...]
11.09.2010 13:00 Berlin»Wir war'n nicht das Volk – sondern wir sind das Volk!«
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse im Gespräch mit Publik-Forum-Herausgeberin Ruth Misselwitz [mehr...]
11.09.2010 16:00 Berlin