Der Vorschlag der CDU-Kultusminister, die vorgeschriebene Unterrichtsstundenzahl bis zum Abitur senken zu wollen, ist auf heftige Kritik gestoßen. Marianne Demmer, Vizevorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, sagte, die Unionsminister machten sich lächerlich. »Ihre Ideen sind nicht originell, aber konfliktträchtig.« Erst habe man »auf Teufel komm raus« ein Schuljahr bis zum Abitur gestrichen, ohne Lehrpläne und Stundentafeln darauf abzustimmen. (weiterlesen…)
Wenn man Bundesumweltminister Sigmar Gabriels Äußerungen in Interviews glaubt, hält man ihn für einen durchsetzungsstarken und unnachgiebigen Kämpfer für ein besseres Umweltmanagement Deutschlands. Doch aus den ehrgeizigen Vorstellungen und Ankündigungen ist ein laues 30-Punkte-Papier geworden, das beim nächsten Regierungstreffen vorliegen wird. Gabriel sprang als Tiger und landete als Bettvorleger. (weiterlesen…)
»Gute Arbeit für alle« fordert ein Schwung von Gewerkschaftern und Kirchenvertretern in einem gemeinsamen, öffentlichen Aufruf. Den Herren Erstunterzeichnern reicht’s mit Hartz IV und den Folgen: Sie klagen Mindestlöhne, ehrliche Bildungschancen für alle sozialen Schichten und gerechte globale Wirtschaftsbeziehungen ein. Außerdem wollen sie, dass Schluss ist mit der Ausgrenzung von Langzeitarbeitslosen. Noch ein Aufruf! Noch ein Papiertiger! Oder mehr – und Besseres – als das? (weiterlesen…)
Der Europäische Jüdische Kongress hat das Treffen von Papst Benedikt XVI. mit dem umstrittenen polnischen Priester Tadeusz Rydzyk gerügt. Das europäische Judentum sei schockiert, dass der Papst den Leiter des katholischen Senders »Radio Maryja« in einer Privataudienz empfangen habe, erklärte der Weltkongress am 8. August in Paris. Man sei erstaunt, dass der Papst einen Mann empfangen habe, der das Ansehen der polnischen Kirche mit antisemitischen Äußerungen befleckt habe. (weiterlesen…)
Wer erinnert sich nicht an die G8-Treffen in Heiligendamm Anfang Juni? Auf Druck vieler Initiativen versprachen G8-Staaten und die Europäische Union, massiver und engagierter für Afrika und gegen Armut und Hunger eines ganzen Kontinents aktiv zu werden. Doch die EU-Praxis straft die Politiker Lügen. (weiterlesen…)
Wer arm ist, kann seine Kinder nicht gesund ernähren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) der Universität Bonn, wie der evangelische Nachrichtendienst epd meldet. Von den Hartz-IV-Regelsätzen könnten Eltern keine gesunden Nahrungsmittel für ihre Kinder bezahlen, erklärte die stellvertretende Leiterin des FKE, Dr. Mathilde Kersting, gestern. Für Kinder veranschlage der Gesetzgeber 2,57 Euro täglich, für Jugendliche 3,42 Euro. Dafür gäbe es nicht einmal bei Discountern optimierte Mischkost, die eine gesunde Ernährung ermöglicht. Von Biokost ganz zu schweigen. (weiterlesen…)
Was sich jeder bio- und ökoorientierte Konsument nur wünschen kann, wird Wirklichkeit: Bio- und Ökoprodukte werden ein Massenmarkt. Aber das hat auch seine Schattenseiten, denn nun drängen die konventionellen Schwergewichte an Handelsketten und Produzenten in diesen Markt. Discounter und Supermärkte haben damit angefangen und eigene Bio-Linien aufgebaut. (weiterlesen…)