Die Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung hat eine Studie veröffentlicht unter dem Titel »Für ein Leben in Würde. Die globale Bedrohung durch HIV/Aids und die Handlungsmöglichkeiten der Kirche«. Anliegen der Studie ist eine Orientierung für Christen und Gemeinden im Umgang mit Menschen, die HIV /Aids in sich tragen. (weiterlesen…)
Laut Nachrichtenagenturen AP und dpa plädierte Papst Benedikt XVI. für eine friedliche Nutzung der Atomenergie. Nach seinem gestrigen Sonntagsgebet in seinem Sommersitz Castel Gandolfo sprach er sich für nukleare Abrüstung und gegen die Weitergabe von Atomwaffen aus. Stattdessen solle – so der Papst – »der friedliche und sichere Gebrauch der Atomkraft« gefördert werden, bei der auch die Belange der Umwelt berücksichtigt werden. Der Einsatz der Atomkraft solle auch der wirtschaftlichen Entwicklung in den armen Ländern dienen. (weiterlesen…)
Manager in Landesgesellschaften von Siemens (Österreich, Griechenland und Belgien) behindern die Korruptionsaufklärung. Auch in Ländern Afrikas und Asiens blocken Siemens-Manager die Untersuchungen ab. Das berichten heute mehrere Zeitungen. Außerdem zeigt sich, dass es offenbar auch in anderen Geschäftsfeldern als nur in der Sparte Com schwarze Kassen und Bestechungen gegeben hat. Das bisherige Volumen von 420 Mio. Euro Schmiergelder dürfte übertroffen werden. (weiterlesen…)
Hartmut Zapp, emeritierter Professor für katholisches Kirchenrecht an der Universität Freiburg, möchte keine Kirchensteuer mehr bezahlen. Genau genommen möchte er, dass das deutsche Kirchensteuersystem verschwindet. Für denkbar hält er das italienische Modell der »Kultursteuer«, nach dem die Bürger 0,8 Prozent ihres Einkommens religiösen oder sozialen Institutionen ihrer Wahl zukommen lassen können. Als der gegenwärtige Papst als Kardinal noch Leiter der Glaubenskongregation gewesen war, plädierte er für dieses Modell. (weiterlesen…)
Der deutsche Papst hat die Protestanten in aller Welt erneut vor den Kopf gestoßen. Betroffen sind alle jene Christen gleich welcher Konfession, die sich für die Einheit der Christen und ihrer Kirchen für die Ökumene einsetzen. Unter katholischen Theologen bis hin zu Kardinälen ist der erneut vom Papst angefachte Streit darüber, ob die evangelischen Kirchen neben der katholischen zur Kirche Jesu Christi gehören, ein alter Zopf, der endlich abgeschnitten gehöre, wie einst vor vierzig Jahren beim Zweiten Vatikanischen Konzil, der Zusammenkunft aller katholischen Bischöfe (1962-1965), beschlossen. (weiterlesen…)
Mit Argusaugen wird in den USA die neue Lateinamerika-Politik der katholischen Kirche verfolgt. Ausgerechnet in Kubas Hauptstadt Havanna versammelte sich Mitte Juli CELAM, die Spitze der lateinamerikanischen Bischöfe. Beschlossen wurde während der viertägigen Sitzung eine »kontinentale Mission« für den Subkontinent, um den aus Nordamerika, vornehmlich aus den USA, eingeströmten Sektenpredigern und den stark anwachsenden evangelikalen Gemeinden und der Pfingstbewegung wirksam entgegenzutreten. (weiterlesen…)
Der neu gewählte Präsident Frankreichs, Nicolas Sarkozy, bereitet einen radikalen Kurswechsel in der Libanon-Politik vor. Ihm geht es darum, Syrien und die Partei der Hizbollah in seine Politik einzubinden. Bereits Anfang Juni hatte der neue französische Außenminister Bernard Kouchner alle politischen Kräfte im Libanon »und der Zivilgesellschaft« zu einem informellen Treffen eingeladen. Libanon war zwischen den beiden Weltkriegen französisches Mandatsgebiet. (weiterlesen…)
Eine in Österreich aktive »Pfarrer-Initiative« gewinnt an Bedeutung. Der Vereinigung gehören inzwischen 244 katholische Priester und 15 Diakone an. Leiter ist der bekannte Monsignore Helmut Schüller, der darauf hinweist, dass es in Österreich die doppelte Anzahl gleichgesinnter Priester gibt. Mittlerweile bekundeten auch deutsche Priester ihr Interesse. Einige sind bereits der Initiative beigetreten (siehe Magazin Kirche In, 6/07). (weiterlesen…)
Mit dem Buch »Der Gotteswahn« (The God Delusion) hat der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins die neue »Bibel« der Atheismusbewegung geschaffen. In den USA und Großbritannien stand das Buch mehr als sieben Monate auf der Bestsellerliste. Von den Lesern des US-Magazins »Foreign Policy« und der britischen Zeitschrift »Prospect« wurde Dawkins unter die drei führenden Intellektuellen der Gegenwart gewählt. Dawkins sieht in allen Religionen den Grund jeglichen Übels in der Welt, religiöse Erziehung von Kindern nennt er Kindesmisshandlung. Religion und Vernunft, Schöpfung und Evolution seien unvereinbar. (weiterlesen…)