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Nicht aufgeben!

Ein Ketzer und Kirchenspalter wollte Martin Luther nie sein. Sonderlich aktuell ist er heute eher nicht. Und doch lässt sich von dem Mann immer noch lernen: von seinem Mut, seiner Wahrhaftigkeit und seiner Leidenschaft
von Christian Nürnberger vom 28.07.2012
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Was können wir von Luthers Person noch heute lernen? (Grafik: epd/Schebler)
Was können wir von Luthers Person noch heute lernen? (Grafik: epd/Schebler)

Hat Martin Luther uns noch etwas zu sagen? Evangelische Christen sollten sich dieser Frage ehrlich und wahrhaftig stellen. Tun sie es nicht, werden wir bis 2017 einen Reformations-Jubiläumsfeiern-Overkill erleben, der bloße Luther-Vermarktung betreibt und seinen Mangel an Antworten in einem Überfluss an Events versenkt. Davon bliebe dann kaum mehr als eine Bilderflut von den Jubelfeiern, bei denen abermals die bekannte Luthersche Janusköpfigkeit referiert würde – hier der große Reformator, Bibelübersetzer und vorwärtsschreitende Wegbereiter der Neuzeit; da der mittelalterliche, rückwärtsgewandte Judenhasser, Fürstenknecht und Wegbereiter des Obrigkeitsstaats.

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